Franz von Stuck

Franz von Stuck - Aufstellung des Sockels der Speerwerfenden AmazoneDer im Jahr 2005 aufgefundene Sockel der Speerwerfenden Amazone wurde nun aufgestellt. Jahrzehnte weilte der Sockel der Skulptur von Franz von Stuck dicht unter der Oberfläche vor dem Festungsmuseum. Nun hat das Kölner Unternehmen eilfro tatkräftig dazu beigetragen, dass der Sockel wieder aufgestellt wurde. Weithin sichtbar, direkt am Eingangsbereich lockt das 4,5 Tonnen schwere und geschichtträchtige Unikat nun Bürger zum Betrachten an.

Einige Hintergrundinformationen zum Thema finden Sie hier!

Neuigkeiten

TAG DER FORTS am 5. Juni 2016
Über 1000 Besucher begaben sich auf eine Zeitreise durch die Festung Köln

Das Wetter spielte mit, die Sonne ließ sich blicken und so folgten am 05. Juni über tausend Besucher dem Aufruf zum 13. Tag der Forts, um die teils verborgenen Reste der preußischen Festungsanlagen in Köln zu erkunden.

Was dieses Jahr passierte und wann der nächste Tag der Forts stattfindet, lesen Sie auf:

www.tag-der-forts.de

 


 


Außenstelle Winkelturm wieder im Programm
Ab April 2015 monatliche Führungen

Das Bauwerk, ein ehemaliger Hochbunker und in seiner windmühlenhaften Gestalt einzigartig, wird nach sieben Jahren nun wieder regelmäßig für Besucher geöffnet. Mit dem Winkelturm ergänzen die Museumsbetreiber ihr Angebot an stummen Zeitzeugen der letzten beiden Weltkriege.

"Geschichte bleibt so anfassbar und lebendig", gibt Uwe Kopp, neben Jürgen Schneider einer der beiden Bunkerexperten, die regelmäßigen durch das dunkle Gemäuer führen, zu Protokoll. "Wir wollen informieren und sensibilisieren über ein trauriges Kapitel der Kölner Zeitgeschichte."

Download des Info-Flyers als PDF


 

Archäologische Kriegsrelikte im Rheinland - eine Buchvorstellung
Pressekonferenz im Kölner Festungsmuseum

Mit Archäologie mögen viele Menschen die Ausgrabungen eines Herrn Schliemann verbinden, wenn es um die frühe Menschen- und Erdengeschichte geht. Doch die Forschungsergebnisse der studierten Grabenden liefern wichtige Erkenntnisse und anschauliche Objekte gerade auch aus unserer jüngsten, vor allem wenig friedlichen Vergangenheit; so geschehen im frisch erschienen Buch "Archäologische Kriegsrelikte im Rheinland", das der Landschaftsverband Rheinland im Klartext-Verlag auflegen ließ. In den über 360 Seiten führen die Wissenschaftler die Leser an 70 Orte, an denen sichtbare Spuren der drei Kriege des 20. Jahrhunderts zu sehen sind.


Die ausgewählten Relikte, die sorgsam erklärt und mit touristischen Informationen zur Lage und der Begehbarkeit versehen sind, erstrecken sich in einem Gebiet vom Niederrhein bis Köln. Sie sind gleichsam Erinnerungsorte und laden dank des vorliegenden Berichtsbandes zum Wandern und zur späteren Diskussion ein. Die handliche Publikation eignet sich nicht nur für den entdeckungsfreudigen Geschichtslaien sondern sie ist auch für Historiker eine hervorragende Referenz, um sich dreier verborgener Geschichtskapitel zu nähern.
Das Buch ist im Buchhandel für 17,95 € zu haben.

 

LVR-Pressekonferenz im Kölner Festungsmuseum
Foto: M.Drescher   Text: G.Ruppert


 


Historische Sensation: Zaun von größter Europäischer Militäranlage in Krefeld aufgetaucht – er galt als verschollen


Historische Zaunteile der sog. „Preußischen Festung Köln“, die bis zum ersten Weltkrieg die größte Europas war, sind im 75 Kilometer nördlich gelegenen Krefeld nach über 90 Jahren mehr oder weniger zufällig aufgetaucht. Das militärische Hindernis aus der vorletzten Jahrhundertwende, das Freund wie Feind am Eindringen in eines der militärischen Verteidigungswerke (12 Forts und 23 Zwischenwerke) hindern sollte, dient heute als Einfriedung eines Wohnviertels im Krefelder Stadtteil Forstwald.
Für die zeitgeschichtliche Aufarbeitung ist dieser Fund eine echte Sensation, galt doch der Zaun nach den beiden Weltkriegen als zerstört, verschollen bzw. nicht mehr existent.
Robert Schwienbacher vom Kölner Festungsmuseum bekräftigt: „Wir freuen uns sehr, dass mit den Zaunrelikten weitere stumme Zeitzeugen von der einst mächtigsten Festung Europas, wenngleich im Kontext der Umnutzung, aufgetaucht sind. Ein solcher Fund, der in seinem Wert kaum zu überbieten ist, hilft uns bei der Rekonstruktion von Kölns militärgeschichtlicher Vergangenheit vor und während des 1. Weltkriegs.“
Dass der Preußenzaun überhaupt identifiziert werden konnte, ist einem Grundstückseigentümer aus Krefeld-Forstwald zu verdanken. Dieser nämlich wollte Baumaßnahmen durchführen und musste infolgedessen sämtliche Ortsgegebenheiten mit der Baubehörde abstimmen. Im Zuge der notwendigen Behördenarbeit stieß er in Familienunterlagen per Zufall auf Dokumente, die über die Herkunft der schmiedeeisernen Barriere Auskunft gaben. „Festung Köln“ stand als klarer Herkunftsnachweis in den Akten. Und im Zeitalter digitaler Vernetzung gab der neugierige Hauseigner ein paar Suchbegriffe im Internet ein und stieß schließlich auf das Institut für Festungsarchitektur CRIFA und das Kölner Festungsmuseum, die er beide in Kenntnis setzte über den Zaun. Schließlich hoffte er ein paar Infos zu erhalten, was es denn mit diesem Zaun auf sich hatte.
Die Experten in Köln zeigten sich nach Bekanntgabe des Fundes als äußerst überrascht und nach einem rasch organisiertem ersten Ortstermin stand fest: Der Zaun musste 1921, nachdem der Großteil der militärischen Anlagen im äußeren Festungsgürtel dem Erdboden gleich oder wenigstens in wesentlichen Teilen unbrauchbar gemacht wurde, noch verwertbares wie die Absperrung den Besitzer gewechselt haben. Dank der guten Eisenbahnanbindung, die um diese Zeit zwischen Köln und Krefeld bestand, konnte das Eisen transportiert werden. Obwohl sich der Zaun heute leicht verändert zeigt, so ist dennoch die Gesamtstruktur im Wesentli-chen erhalten geblieben. Auch das stattliche, übermannshohe Höhenmaß unterstreicht deutlich die Abwehrwirkung, die die Eigentümer nicht nur damals schätzten. Auch im 20. Jahrhundert können Grundstückseigentümer von diesen Zaunhöhen nur träumen. Denn das nordrheinwestfälische Nachbarrechtsgesetz begrenzt „Einfriedungen“ auf das ortsübliche Maß bzw. auf eine Höhe von 1,20m.
Was nach dem Fund nun passieren soll, ist noch nicht geklärt. Die Kölner Historiker haben bereits ein Interesse zumindest an einem kleinen Teil des Zaunes bekundet. So könne man etwa an einem kleinen Teilbereich Besuchern des Kölner Festungsmuseum, das im Zwischenwerk VIII b untergebracht, ist sehr anschaulich die Dimensionen des Bauwerkelements zeigen, so Robert Schwienbacher.
Sehr gespannt ist man in Köln aber auch auf eventuelle Meldungen anderer Bürgerinnen und Bürger, die im eigenen Garten ähnlichen großen Zaun haben, der möglicherweise auch aus dieser Zeit stammen könnte. Auch bestehen durchaus die Hoffnung, dass nach Veröffentlichung des Sensationsfundes weitere Fotos, Pläne, Dokumente über diese wenig beleuchtete Vergangenheit ans Tageslicht kommen und dem Verein zur Verfügung gestellt werden. Hinweise und Informationen nehmen das Festungsmuseum und das Institut für Festungsarchitektur (www.CRIFA.de) gerne entgegen.

 

 Koelner Festungszaun in Krefeld entdeckt!
Foto: WDR Lokalzeit

Zum WDR-Fernsehbeitrag vom 4.6.2012

 

 


 

Informations- FLYER als PDF

Der Flyer beinhaltet alle wichtigen Daten in druckbarer (DIN-A5 oder DIN-A4) Form im PDF-Format. Er ist für den Schwarz/Weiß-Ausdruck optimiert und kann so auf allen Heimdruckern problemlos ausgedruckt werden.

Aktueller Info-Flyer zum Kölner Festungsmuseum

 



Das war der 8. TAG DER FORTS 2011
- Ein Tag voller Geschichte(n)

Unter dem Motto "Ein Tag voller Geschichte(n)" fand am 05.06.2011 der "Tag der Forts" erneut zeitgleich in mehreren Städten Europas statt. Er erinnert mit vielfältigen Besichtigungs- und Vortragsprogrammen an die verschiedenen Verteidigungsanlagen, die über viele Jahrhunderte die Landkarten prägten und Ausdruck wenig friedlicher Epochen waren. So konnten in Köln, Mutzig, Metz, Ulm und Straßburg an einem Datum alte Fortifikationsanlagen entdeckt und deren Geschichte(n) erlebt werden.

Die Idee eines paneuropäischen Festungstags geht zurück auf Kölner Initiative und soll sich jedes Jahr in dieser Dimension wiederholen. Aufgrund der Begeisterung in anderen Städten sind die Veranstalter überzeugt, im nächsten Jahr weitere Partner in Deutschland und Europa für den Geschichts- und Kulturtag zu gewinnen.

Dass Europa auch über die einst gegen andere Völker gerichteten Anlagen weiter zusammenwächst, freut die Organisatoren ganz besonders. Am 05.Juni konnten sich Besucherinnen und Besucher einen ganzen Tag lang über die Festungen ein eigenes Bild machen.

Wer sich über den Umfang des Tages nachträglich informieren möchte, kann im Internet über die Website das Programm einsehen.

  (Infoseite zum Tag der Forts)